Naturerlebnisstationen

Die für die Bildungsarbeit des ZÖNU über viele Jahre mit Partnern entwickelte Gelände-"Infrastruktur", z.B. an einem naturnahen Elbekolk, dem Tümpelplatz und der Streuobstwiese in unmitterlbarer Nähe des ZÖNU, ermöglichen den direkten Kontakt mit natürlichen Elementen und belebter Umwelt, was für eine gesunde Entwicklung von Kindern essenziell ist. "Aus zahlreichen Untersuchungen ist bekannt, dass solche Erfahrungen die emotionale Bindung sowohl zur Natur als auch zu den Menschen stärken und sich außerdem positiv auf Kreativität, Risiko- und Sozialkompetenz auswirken. Konzentrations- und Koordinierungsfähigkeit sowie Empathie werden ebenfalls geschult."
(Prof. Beate Jessel, Präsidentin BfN, 2020)

Artenschutzturm

Der ehemalige Trafoturm gegenüber dem ZÖNU-Gebäude wurde mit Hilfe von jungen Leuten, die im Rahmen des ökologischen Freiwilligendienstes jedes Jahr im Umweltbildungszentrum ihren Dienst leisten, zu einem spannenden "Artenbeobachtungsplatz" entwickelt. Ganzjährig tummeln sich drollige Dohlen, Meisen und Spatzen im Nistkastenbereich. Turmfalken und Schleiereule ziehen hier ihre Jungen auf, und bei den Fledermausexkursionen des ZÖNU gibt es hier auch nachts garantiert immer etwas zu beobachten... . Für kleine Kreativkünstler ist ein Bastelbogen des Turms verfügbar.

Tümpelwiese

Die kleine Wiese direkt hinter der Dorfkirche wird auf einer Seite vom Bucher Laufgraben begrenzt. Hier befindet sich ein Holzsteg. Kleine und große Besucher*innen des Umweltzentrums gehen regelmäßig auf "Tümpeltour", d.h. mit Wathose und Kescher "bewaffnet" werden die verschiedensten Wasserlebewesen erforscht und ganz nebenbei die aktuelle Wassergüte "überwacht".

Streuobstwiese

Die Streuobstwiese am Ortsausgang Richtung Schelldorf ist von März bis November ein wichtiger "Außenstützpunkt" für das direkte Natur Erleben, und besonders im Herbst mit der Kombination der eigenen Saftherstellung der Mittelpunkt der Streuobstprogramme für Kinder- und Schulgruppen. Hier finden auch die Obstbaumschnittseminare und Sensenkurse des ZÖNU statt. Zusätzlich sorgen für einen interessanten Besuch Artenschutzelemente (z.B. Insektennistwand, Ameisensteine, Hummelburgen, verschiedenste Vogelnistmöglichkeiten), interaktive Lehrtafeln sowie naturnahe Sitzmöglichkeiten in Form eines Holzatriums. Auch die Honigbiene hat hier ihr Zuhause - wesensgerecht in einer Bienenkiste.

Biberland

Ein kleines Altwasser der Elbe mit angrenzender Wiese ist das ideale Bibererlebnisland, denn überall gibt es Spuren von Meister Bockert zu entdecken: angeknabberte und gefällte Weiden sowie jede Menge Fraßplätze. Von einem kleinen Hochstand in einem Baum oder direkt vom hier stationierten Floß aus können live-Beobachtungen gelingen. "Ein Tag im Leben eines Elbebibers" heißt das ZÖNU-Programm, welches hier besonders authentisch erlebt werden kann.

Streuobstallee

Die "Bucher Fährallee" ist eine historische Apfelbaumallee Richtung Stromelbe "im Umbruch". Vom Jungbaum über den Ertragsbaum bis zum Totholz ist für die Besucher der Lebenszyklus eines Apfelbaumes hautnah erlebbar. Für Liebhaber alter Obstsorten der Region Altmark gibt es eine Ausschilderung mit Sortensteckbriefen.
Im Frühling und Sommer lacht hier der Grünspecht, und im Herbst und Winter vor allem die Kinder, wenn im Rahmen der Wildkräuterprogramme des ZÖNU die Hagebutten geerntet werden.

Naturbeobachtungsturm Bölsdorfer Haken

Mit Fernglas und -rohr ausgestattet dem König der Lüfte - dem Seeadler - auf der Spur!
Wenn dass nicht gelingt, gibt es von diesem Turm aus, auf dem Elbarm - als Teil des Naturschutzgebietes -, immer auch etwas anderes Interessantes zu beobachten. Vor allem im Herbst bietet sich mit dem Anblick tausender rastender Gänse und Kraniche zur Zugzeit jeden Abend ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Infotafeln helfen, die Vielzahl der hier beobachtbaren Vogelarten zu bestimmen.

Schauweide

Eine inhaltliche Bereicherung für die Angebote des ZÖNU stellt die Themengruppe zur naturschutzgerechten Landbewirtschaftung/Ökolandbau dar. Durch Zusammenarbeit mit dem NABU-Kreisverband Stendal, der extensive Tierrassen zur Landschaftspflege und neuen Wildnisentwicklung vorrangig in Naturschutzgebieten einsetzt, kann eine Koppel als „Schauweide“ genutzt werden. Diese wird rege von den „kleinen“ und „großen“ ZÖNU - Besucher*innen bei entsprechenden Programmen frequentiert. Eine Rollstuhlplattform für Besucher*innen mit Handicap ermöglicht eine Einbeziehung der direkten Begegnung mit dem Tier bei der zielgruppenorientierten Programmgestaltung z.B. für Schüler*innen von Förderschuleinrichtungen.

Naturbeobachtungsturm Elsholzwiesen

Das ZÖNU errichtete den Turm am Rande des Naturschutzgebietes Elsholzwiesen, um Besucher*innen diesen besonderen Feuchtlebensraum, der durch periodische Überflutungen gekennzeichnet ist, zu verschiedenen Jahreszeiten erlebbar zu machen, ohne Beeinträchtigung der hier noch artenreichen Tierwelt. Im Frühjahr rufen tausende Amphibien und Frösche, der Kranich trompetet im Brutrevier und die Bekassine, die "Himmelsziege", meckert über den Wiesen. Der Weißstorch kann hier regelmäßig bei der Nahrungssuche beobachtet werden und mit etwas Glück auch der "heimliche" Schwarzstorch. Für die jungen Turmbesucher*innen ist es das "Wasserbüffellland". Eine kleine Herde, vom Turm aus gut zu beobachten, ist hier ganzjährig bei der "Landschaftspflege" im Einsatz.